Frankreich VIII – Ile d’Oleron

So, heute komme ich dazu, wieder etwas von der Insel zu berichten. Gestern sind wir ja nur gefahren und erst abends angekommen.

Heute sind wir schon mal auf der Insel herumgefahren.

Klar, was mich hier am meisten interessierte war die Austernzucht. Hier werden immerhin 50% der französischen Austern gezüchtet.

Aber zunächst kommt man an den Salzfeldern vorbei. Ähnlich wie am Mittelmehr wird in Becken das Salz getrocknet und oft noch per Hand zusammengefegt. Das Wasser im Atlantik ist schon sehr salzhaltig und da kommt einiges zusammen. Man kann es im Hafen Le Chauteau d’Oleron kaufen. Es ist nicht ganz weiß, eher grau. Aber ich denke, Salz ist Salz 😊, auch wenn es besonders angepriesen wird.

Mit den Austern ist es schon beeindruckender. In den Markthallen gibt es verschiedenste Sorten (auch preislich), wobei ich keinen so großen Unterschied sehen kann. Ich finde bemerkenswert, dass die Fischer den Austern in speziellen Becken erst den Rhythmus der Gezeiten abgewöhnen müssen, bevor sie verkauft werden können, weil sie sich sonst öffnen würden.

Übrigens soll man nur 6 Stück pro Tag essen. Mehr verträgt man angeblich nicht. (Im Übrigen war Dagmar bei der ersten schon ein wenig schlecht.) Aber natürlich schmecken sie hier extrem gut und sind sie mega gesund. (Sagt man hier und ich sage das auch!). Sie enthalten Mineralstoffe, Vitamine und Omega 3 Fettsäuren. Im klaren Wasser reifen sie heran. Ich kann mir schon manches nicht mehr so gut merken, weil ich eben nur ganz selten welche essen kann. Jetzt kommt mein Gedächtnis jedenfalls auf Vordermann, wenn ich morgen noch einmal welche zu mir nehme 😉.

Ansonsten sind die Strände einzigartig schön. Heute waren es 27° im Schatten. Da hat man allerdings keine so große Lust am Strand zu braten, es sei denn man ist im Wasser.

Wir haben eine ganz nette kleine Wohnung. Es gibt draußen vor dem Haus Stühle, aber keinen Tisch. Und einen Kaffee kann man sich auch nicht selbst kochen, weil kein Kocher existiert.

So, morgen sind wir gespannt, wen die Thüringer gewählt haben. Wir hoffen mal das Beste. Da wir und sogar Lena aus Wien länst unsere Stimme abgegeben haben kann ja nicht mehr so ganz schief gehen 😉.

Morgen wird sicher noch einmal ein Strandtag, es sei denn, das Wetter macht einen Strich durch die Rechnung. Der Wetterbericht ist nicht so zuverlässig wie bei uns. Die Azoren sind scheinbar unberechenbar, welches Wetter sie losschicken.
Also warten wir ab und beenden den heutigen Tag mit einem Schluck Cidre aus der Normandie. Wir haben herausgefunden, dass der viel besser schmeckt, als der aus der Bretagne…

P.S. Die riesige Mücke aus Stahl steht übrigens auf einem Haus am Hafen. Wahrscheinlich soll sie die Mückenplage abwehren… Ob das Erfolg hat?