Frankreich IV – Baie des Anges

Heute war die Fahrt nach Finistere sehr angenehm und kurz. Finistere klingt ja gruselig und das war auch so gemeint. Für die Römer war hier das Ende der Welt, an das sie gelangt waren. Der Atlantik grüßt, aber es ist eine traumhafte Landschaft.
Ihr seht heute ein Bild vom Hotel aus gesehen zu verschiedenen Tageszeiten. Auf jeden Fall war es zu jeder Zeit ein Motiv für eine kitschige Postkarte…

Unser kleines Hotel hat einiges zu bieten. Sogar einen Spa-Bereich. Wir hatten ihn für abend eingeplant, aber da war er schon zu…  

Vor dem Hotel sind große Austern-Plantagen, die die Bauern / Fischer bearbeitet haben, als die Ebbe sie freilegte. Am Abend waren sie wieder verschwunden. Eigentlich hatte ich mir das Austernessen für die Ile d‘Oleron aufsparen wollen, aber ich ahne schon, dass ich morgen schwach werde…

Wir haben heute einfach gelebt und uns zum frühen Nachmittag nur ein kleines Essen geleistet:
Dagmar eine Fischsuppe, die sie nicht überzeugt hat und meinte, dass unsere in Apolda besser schmeckt. (Das ist leicht erklärbar, denn bei unserer Suppe steht die Bouillabaisse von Marseille im Hintergrund und die ist mehr als eine Fischsuppe.)
Ich habe mir einen Crêpe Suzette geleistet und war gespannt, wie das die Frau im Café hinbekommt. Tim Mälzer braucht da ja mehrere Stunden zur Zubereitung. Sie kam mit dem Crêpe an, schüttete den Likör drauf und zündete ihn mit dem Feuerzeug an. Zubereitungszeit: eine Minute + 10 Sekunden für die Show. Es hat aber doch geschmeckt, da Crêpe mit Likör einfach unschlagbar ist…

Am Abend haben wir mal unser eigenes Abendbrot gemacht. Die Wurst aus Seligenthal und der französische Käse mit Baguette passen perfekt zusammen. Der Cidre hat zwei Euro gekostet und da schmeckt eine ganze Flasche schon viel besser, als wenn man für ein Glas 7 € ausgeben muss.

Und dann haben wir dem Sonnenuntergang gebannt zugesehen…