
Wir hatten das Frühstück gebucht, aber wir haben es schnell bereut. In Amiens war es großartig. Hier war es eher wie in einer billigen Kantine. Alles eingeschweißte Sachen und die Baguettes waren auf jeden Fall vom Vortag. Hätten wir uns auf der Straße einen schönen Kaffee gekauft und eine Kleinigkeit dazu, wäre es viel preiswerter und besser gewesen.
Aber dafür war heute morgen Traumwetter. Ihr seht es auf den Bildern. Saint-Malo hat ja noch die geschlossene Stadtmauer, auf der man einen wunderbaren Rundgang machen kann. Das Meer ist eher grün als blau und die Segelboote beleben alles. Vor fast 30 Jahren waren wir mit Emelie und Schreibers hier. Nur die Wohnung und den Stand, an dem man Muscheln preiswert essen konnte, haben wir nicht mehr gefunden.
Die noch gar nicht so lange wiedererstandene Kirche (sie war im Krieg total zerstört) war sehr beeindruckend. Ein ganz moderner Altar, der stilistisch an Picassos Werke erinnert und ein Taufbecken, sowie unzählige Buntglasfenster haben uns sehr gefallen.
Dann überlegt man natürlich, was man am Nachmittag noch so treiben kann. Wir haben erst einmal einen Cidre getrunken und die Leute beobachtet. Das ist ja hier ein Volkssport, dass man sich lange am Glas festhält und durch die vorüberziehenden Leute eine prächtige Unterhaltung hat.
Nach zwei Stunden haben wir aber doch genug von der lauten Stadt gehabt. Also sind wir gemütlich ein paar Kilometer nach draußen gelaufen, um dort ein im Reiseführer hervorgehobenes Restaurant zu besuchen. Als wir dort waren, war gerade Ebbe. Die Boote machen einen sehr depressiven Eindruck, wie man auf einem Bild sieht. Aber das ändert sich ja wieder.
Das Essensangebot war nun dort nicht so toll, wie es angepriesen war. Es war eher Fastfood. Also sind wir nach einem zweiten Cidre zurück gegangen und haben in einer kleinen Fischgaststätte ein schönes Abendessen gefunden.
Vor unserem Hotel haben wir den Tag ausklingen und die Sonne untergehen lassen. Bis die ersten Mücken kamen, weil es windstill geworden war…
Irgendwie ist die Stadt ja ganz schön, aber sie ist doch nichts für uns. Wir freuen uns morgen auf die Ruhe der Bretonischen Landschaft, wo nur der Wind und die Wellen die Geräuschkulisse bilden. Wir sind gespannt, denn wir fahren an Orten vorbei, an denen wir als Familie mit Schreibers, aber auch mit Kerstin und Irma waren. Mal sehen, ob in Brignogan noch so viele freundliche Hunde herumstreunen… Bis morgen!
So ein schöner Blog! Danke für die Einladung und weiter einen tollen Urlaub!